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Spaziergang am Mexikoplatz: Von der Villenkolonie zur

Krummen Lanke

Auf Schusters Rappen durch Zehlendorf

Dieser abwechslungsreiche Spaziergang durch den Berliner Südwesten beginnt und endet am S-Bahnhof Mexikoplatz im Ortsteil Zehlendorf. Die denkmalgeschützte Bahnhofsanlage gilt als eines der schönsten Jugendstil-Bahnhofsensembles Berlins. Direkt vor dem Bahnhof laden eine gepflegte Grünanlage, historische Architektur und die bekannten Wasserfontänen zum Verweilen ein. Samstags findet hier ein beliebter Wochenmarkt statt. Mehrmals im Jahr ergänzen Kunst- und Weihnachtsmärkte das Angebot.

Durch die Villenkolonie Zehlendorf-West

Vom Bahnhof geht es über die Argentinische Allee, die Hauptachse der historischen Villenkolonie Zehlendorf-West. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden hier zahlreiche großzügige Landhäuser und repräsentative Villen, von denen viele bis heute erhalten sind.

Nach etwa 400 Metern zweigt links der Erdmann-Gräser-Weg ab. Der Weg führt zum idyllischen Waldsee, einer künstlich angelegten Wasserfläche aus der Zeit um 1900. Von dort gelangt man in das bekannte Dichterviertel, dessen Straßen nach berühmten deutschen Schriftstellern benannt wurden.

Historische Villen und grüner Stadtwald

Folgt man der Goethestraße nach rechts, erreicht man nach rund 350 Metern die Fischerhüttenstraße. Nach einem kurzen Stück führt der Weg links in eine weitläufige Park- und Waldlandschaft. Vorbei an einem kleinen See verläuft der Hauptweg durch ruhige Natur bis in den Bereich der sogenannten Waldsiedlung Zehlendorf.

Die Siedlung wurde 1937 als Wohnanlage für Angehörige der SS errichtet und steht heute als historisches Ensemble unter besonderer Beobachtung der Berliner Denkmalpflege. Die Architektur und Geschichte des Viertels spiegeln ein komplexes Kapitel der Berliner Vergangenheit wider.

Zur Krummen Lanke und zum Schlachtensee

Der Parkweg mündet schließlich in den Lindenfelser Weg, über den man nach wenigen Minuten die Krumme Lanke erreicht. Der glasklare See zählt zu den beliebtesten Naherholungsgebieten Berlins. Besonders an der Badestelle auf Höhe der Seemitte bietet sich ein schöner Blick über das langgestreckte Gewässer.

Von hier führt der Uferweg entlang des Sees Richtung Süden zum benachbarten Schlachtensee. Nach etwa 15 Gehminuten erreicht man die traditionsreiche Fischerhütte am Schlachtensee, die mit Restaurant und Biergarten zu einer gemütlichen Pause einlädt.

Rundweg um den Schlachtensee

Wer noch ausreichend Kondition besitzt, kann den Spaziergang mit einer vollständigen Umrundung des Schlachtensees erweitern. Der rund 6,5 Kilometer lange Uferweg gehört zu den schönsten Spazierstrecken Berlins und verläuft nahezu durchgehend direkt am Wasser.

Für den kürzeren Rückweg zum Mexikoplatz führt die Route von der Fischerhütte über den Elvirasteig und die Limastraße zurück zum Ausgangspunkt. Insgesamt umfasst der beschriebene Rundweg etwa vier Kilometer und verbindet Natur, Architektur und Berliner Geschichte auf besonders reizvolle Weise.

Anreise und weitere Informationen

➡️ Weg zum Startpunkt

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Fotos: Klaus Tolkmitt


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